Nach vier von sieben Partien ist „Halbzeit" beim Sparkassen Chess-Meeting, das noch bis Sonntag im Orchesterzentrum NRW in der Brückstraße stattfindet.

Der bisherige Turnierverlauf ist außerordentlich spannend und bietet Schach vom Allerfeinsten.

Geradezu sensationell führt der erst 20-jährige deutsche Turnier-Youngster Matthias Blübaum mit 2,5 Zählern vor dem punktgleichen polnischen Spitzenspieler Radoslaw Wojtaszek. Auf der Lauer liegen vier weitere Großmeister mit jeweils 2,0 Punkten. Nicht so richtig in das Turnier findet Superstar Wladimir Kramnik, der bislang ledig 1,5 Punkte eingefahren hat und auf Platz sieben liegt.

Deutschlands Nr. 3 Matthias Blübaum ist der Shootingstar und absolviert bislang das Turnier seines Lebens. Gegen die „dicken Brocken" Nisipeanu, Vachier-Lagrave und Andrejkin spielte er Remis, gegen den starken Fedoseev sprang sogar ein Sieg heraus!

Nur zur Erinnerung: Der einzige Deutsche, der bislang das Sparkassen Chess-Meeting gewinnen konnte, war 2005 ein gewisser Arkadij Naiditsch aus Dortmund.

Blübaums Partie der vierten Runde am Mittwoch gegen Andrejkin dauerte sage und schreibe 7,5 Stunden, bevor man sich auf ein Remis einigte. Erst nach 102 Zügen war das Match Wojtaszek versus Fedoseev beendet, und auch der Schlagabtausch zwischen Kramnik und Nisipeanu ließ die Herzen der Schachästheten höher schlagen.